Was ein Anti-Aging-Kurs können muss
Es gibt viele Kurse, die Anti-Aging heißen. Die meisten zeigen Übungen: zehn Griffe, jeden Morgen, für alle gleich. Das ist bequem, aber es übersieht das Wichtigste. Gesichter altern nicht gleich. Was bei der einen Spannung löst, drückt bei der anderen Wasser ins Gewebe. Ein Anti-Aging-Kurs, der dir nicht zuerst zeigt, welches Gesicht du hast, gibt dir Griffe ohne Adresse.
In unserem Verständnis braucht ein guter Kurs deshalb drei Dinge, in dieser Reihenfolge: den Alterungstyp, die Analyse deines Gesichts, und erst dann die Griffe – tief, an der Faszie, nicht an der Haut.
Warum die Reihenfolge so wichtig ist, zeigt ein Beispiel. Eine Frau mit lymphatischem Alterungstyp hat morgens Schwellungen unter den Augen. Sie findet im Internet eine Übung gegen Tränensäcke: kräftig von innen nach außen streichen, zwanzigmal. Sie tut das jeden Morgen – und drückt das Wasser damit ins Gewebe daneben, statt es abzuleiten. Nach vier Wochen ist es nicht besser, sondern anders schlecht. Nicht, weil sie etwas falsch gemacht hätte, sondern weil die Übung nie für ihr Gesicht gedacht war. Ein Kurs, der mit dem Typ beginnt, hätte ihr eine andere Richtung, einen anderen Druck und einen anderen Rhythmus gegeben.
Zwei Kurse, zwei Ziele
Bei uns gibt es zwei Anti-Aging-Kurse online, und sie unterscheiden sich nicht in der Methode, sondern im Ziel.
- Der Hauskurs ist für dich und dein Gesicht. Sechs Module, rund 140 Minuten Video: Alterungstyp erkennen, Gesicht analysieren, ein Plan, die Griffe, und am Ende eine ganze Behandlung, die du an dir selbst machst. Was sich nach dem ersten Mal verändert, siehst du im Spiegel.
- Der Expertenkurs ist die Ausbildung zur Anti-Aging-Expertin, für alle, die andere behandeln wollen – Kundinnen im Studio oder die eigenen Liebsten zuhause: 33 Module, über 500 Minuten, jede Schicht von den Schädelnähten bis zur Haut. Er kann ein Berufsfeld eröffnen, muss es aber nicht.
Wer nicht weiß, welcher es sein soll: Der Hauskurs ist der Anfang. Er zeigt dir die Methode an dem Gesicht, das du am besten kennst. Wer danach mehr will, geht weiter.
So ist der Hauskurs aufgebaut
Sechs Module, 14 Lektionen, in einer Reihenfolge, die nicht zufällig ist. Nach einer kurzen Einführung kommt das Modul Alterungstypen mit fünf Lektionen: lymphatisch, trocken, deformativ – und die Frage, welcher du bist. Dann die Analyse, wieder fünf Lektionen: die drei Gesichtsdrittel, was du siehst, was du tastest, welche Seite die stärkere ist. Aus beidem entsteht dein Plan: welche Griffe, in welcher Reihenfolge, wie oft – für dein Gesicht, nicht für alle. Dann die Detailgriffe, und zum Schluss deine Behandlung: 72 Minuten, in denen du mit dem Video zusammen dein ganzes Gesicht behandelst, von Schulter und Hals bis zur Stirn.
Das letzte Modul ist das, zu dem du zurückkommst. Die ersten fünf schaust du einmal gründlich, das sechste so oft, wie dein Typ es verträgt.
Warum online – und warum das kein Nachteil ist
Ein Griff, den du einmal in einem Seminar gesehen hast, ist am nächsten Tag halb weg. Ein Griff, den du so oft ansehen kannst, wie du willst, bleibt. Beide Kurse laufen in der L·N·A App: Video in Studioqualität, zwölf Monate Zugriff, in deinem Tempo, auf dem Handy oder am Laptop. Alles liegt von Anfang an offen. Nichts wird freigeschaltet, nichts abgefragt.
Dazu kommt etwas, das ein Seminar nicht bieten kann: Du übst an deinem eigenen Gesicht, im eigenen Bad, mit deinem eigenen Spiegel – und du kannst das Video anhalten, wenn du bei einem Griff unsicher bist. Niemand schaut zu, niemand wartet. Wer in einer Gruppe lernt, lernt im Tempo der Gruppe. Wer allein lernt, lernt in seinem.
Woran du einen guten Kurs erkennst
- Er fragt zuerst, wer du bist. Ohne Alterungstyp und Analyse ist jede Übung geraten.
- Er verspricht nichts Medizinisches. Wir behandeln keine Krankheiten, und wir sagen das auch. Wir arbeiten mit den Händen an Gewebe, das sich bewegen lässt.
- Er zeigt die Ursache. Eine Falte ist eine Folge. Wer nur an der Folge arbeitet, sieht sie wieder.
- Er ist ehrlich über die Zeit. Was sich nach der ersten Behandlung ändert, siehst du sofort. Was bleibt, hängt an der Regelmäßigkeit.
- Er verkauft dir nichts dazu. Kein Öl, kein Roller, kein Gerät, keine Produktlinie. Was du brauchst, hast du: deine Hände und einen Spiegel.
- Er zeigt den Griff so, dass du ihn siehst. Winkel, Druck, Tiefe, Richtung – in Studioqualität, nicht als verwackeltes Handyvideo. Bei einem Griff, der zwei Zentimeter tief geht, entscheidet die Kameraführung, ob du ihn lernst.
Für wen der Hauskurs nicht reicht
Wer andere behandeln will, braucht mehr als den Hauskurs. Nicht, weil die Griffe andere wären, sondern weil du dann ein Gesicht lesen musst, das du nicht jeden Morgen im Spiegel siehst – und weil du Strukturen erreichst, die an dir selbst nicht erreichbar sind: Nacken, Schulter, die Tiefe mancher Griffe. Dafür ist der Expertenkurs da, mit der vollständigen Anatomie, der Anamnese aller drei Drittel und den Griffen an Kundinnen. Wer nach dem Hauskurs merkt, dass sie mehr will, ist dort richtig.
Was er kostet
Der Hauskurs kostet 350 € inklusive Mehrwertsteuer. Der Expertenkurs kostet 4.700 € inklusive Mehrwertsteuer. Beide Preise stehen mit allem, was drin ist, auf den Kursseiten. Und wer vorher eine Frage hat, schreibt uns – wir sagen ehrlich, welcher der beiden Wege passt.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit brauche ich für den Hauskurs?
Rund 140 Minuten Video, verteilt auf sechs Module – das schaust du in zwei Abenden. Die Arbeit an dir selbst dauert länger: Für die eigene Behandlung im letzten Modul planst du gut eine Stunde ein, und die wiederholst du so oft, wie dein Alterungstyp es verträgt. Zwölf Monate Zugriff reichen dafür bequem.
Brauche ich Vorkenntnisse?
Nein. Beide Kurse beginnen bei null: Was die Faszie ist, welche Alterungstypen es gibt, wie du ein Gesicht liest. Was du brauchst, sind ein Spiegel, deine Hände und ein Handy oder Laptop.
Kann ich den Kurs auf dem Handy machen?
Ja. Die L·N·A App läuft im Browser auf dem Handy, dem Tablet und am Laptop, und sie merkt sich, wo du aufgehört hast. Für die Behandlung an dir selbst ist das Handy neben dem Spiegel praktischer als der Laptop.
Was passiert nach den zwölf Monaten?
Der Zugang endet. Ob und zu welchen Bedingungen er sich verlängern lässt, steht auf der Kursseite, sobald es entschieden ist. Die Griffe, die du bis dahin gelernt und geübt hast, bleiben deine.
Hauskurs oder Expertenkurs – was, wenn ich mich nicht entscheiden kann?
Dann der Hauskurs. Er zeigt dir die Methode an dem Gesicht, das du am besten kennst, und kostet einen Bruchteil. Wer danach mehr will, geht weiter zum Expertenkurs – die Grundlagen sind dieselben, nur tiefer und für andere Gesichter.